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HEUTE-Umfrage: Neue Gehälter laut Kollektivvertrag

Aktualisiert: 16. Sept. 2025


Unique research Umfrage HEUTE - Neue Gehälter laut Kollektivvertrag
Umfrage HEUTE - Neue Gehälter laut Kollektivvertrag


Print-Artikel Heute


Jeder Dritte will Gehaltsplus über der 2,7 %-Inflationsrate


Um wie viel sollen die Gehälter nächstes Jahr steigen? Darüber beginnt jetzt das große Feilschen. Eine„Heute“-Umfrage zeigt, dass die Österreicher mit einem Plus unter der Inflation nicht zufrieden wären.


Im Herbst starten in den verschiedenen Branchen die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und -nehmern. „Unique Research“ hat für „Heute“ 500 Österreicher (max. Schwankungsbreite ±4,4 %) befragt, wie hoch das Plus ausfallen soll:


Jeder Fünfte bescheiden

22 % sprechen sich für einen Abschluss unter der Inflationsrate aus. 34 % sind für die Abgeltung der Inflation, 33 % wollen mehr.


Schwarz-pinke Achse

Eine relative Mehrheit für niedrigere Abschlüsse findet sich bei ÖVP- und Neos-Wählern. Bei SPÖ, FPÖ und Grünen überwiegt die Forderung nach einem Plus über der Teuerung.


Männer eher zu Einschnitten bereit

Während sich 30 % der männlichen Befragten für ein geringeres Plus aussprechen, sind es bei Frauen mit 15 % nur halb so viele.


Ältere sehen Lohnverlust gelassen

Bei Befragten ab 60 Jahren sind 25 % für Abschlüsse unter der Inflation. Bei 16 bis 29-Jährigen sind es 22 %. 30 bis 59-Jährige: 21 %.


Berufstätige für höhere Abschlüsse

36 % wollen eine Erhöhung über der Inflation, 22 % unter der Teuerungsrate.



Online-Artikel Heute



Das Feilschen beginnt: Um wie viel sollen die Gehälter 2026 steigen? Die Menschen wären jedenfalls mit einem Plus unter der Inflation nicht zufrieden.


Im Herbst starten in den verschiedenen Branchen traditionell die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft . "Unique Research" hat für "Heute" 500 Österreicher ab 16 Jahren ( maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent ) befragt, wie hoch das Plus ausfallen soll. Das sind die spannenden Ergebnisse:


Jeder Fünfte gibt sich bescheiden

Immerhin 22 Prozent der Befragten sprechen sich für einen Abschluss unter der Teuerung aus, acht Prozent sind sogar für eine Einigung "deutlich" darunter. 34 Prozent halten eine Erhöhung genau um die Inflationsrate für eine wirtschaftlich verträgliche und sinnvolle Lösung.


Jeder Dritte will mehr

Für ein Plus über der Teuerung sind 33 Prozent, 15 Prozent wollen sogar eine "deutliche" Erhöhung.


Schwarz-pinke Achse

Interessant ist ein Blick auf die unterschiedlichen Parteianhänger. Demnach finden Erhöhungen unter der Inflationsrate bei Wählern von ÖVP und Neos den größten Anklang. Wenig von einem solchen geringen Teuerungsausgleich halten dagegen Fans von SPÖ FPÖ und Grünen


Relative Mehrheiten für Abgeltung in Höhe der Inflation

In allen fünf Gruppen ist der Anteil jener, die sich mit einer Gehaltserhöhung in Höhe der Inflationsrate abfinden, am höchsten. Bei FPÖ-Wählern hält er sich mit 35 Prozent mit jenen die Waage, die für einen Abschluss über der Teuerung plädieren.


Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Sieht man sich die Ergebnisse nach Bevölkerungsgruppen an, zeigen sich ebenfalls teils deutliche Unterschiede – zum Beispiel zwischen Männern und Frauen. Denn während 30 Prozent der männlichen Befragten einen Abschluss unter der Inflationsrate als sinnvoll erachten, sind es bei weiblichen Befragten mit 15 Prozent nur halb so viele.


Ältere halten bescheidenere Abschlüsse für wirtschaftlich sinnvoll

Mit zunehmendem Alter steigt – wenig überraschend – auch die Zustimmung zu bescheideneren Abschlüssen. 16- bis 29-Jährige plädieren zu 22 Prozent für diese, bei 30- bis 59-Jährigen sind es mit 21 Prozent fast exakt genauso viele. Bei Befragten ab 60 Jahren dagegen sind 25 Prozent für Bescheidenheit bei den Gehaltsverhandlungen.


Wenig Unterschiede zwischen Bildungsschichten

Relativ gering sind die Unterschiede dagegen zwischen Personen mit Matura und jenen ohne, wobei formal höher Gebildete Abschlüsse in Höhe der Inflationsrate mit 29 Prozent deutlich weniger oft befürworten als Befragte ohne Matura.


Berufstätige deutlich öfter für höhere Abschlüsse als Arbeitslose und Pensionisten

Ebenfalls wenig erstaunlich: Die Zustimmung zu höheren Abschlüssen ist bei beruftstätigen Befragten höher als bei Personen, die nicht berufstätig sind. Hier beträgt das Verhältnis 36 Prozent zu 28 Prozent.


Und wie sieht "Unique Research"-Meinungsforscher und Politik-Experte Peter Hajek diese Ergebnisse? "Die Gesamtbevölkerung steht Abschlüssen unter der Inflationsrate bei den kommenden Herbstlohnrunden geteilt gegenüber", analysiert er im Gespräch mit "Heute" . "Bei den Berufstätigen gibt es einen Überhang derer, die für einen Abschluss über der Inflationsrate plädieren."


ÖVP-Pensionisten klar für Abschluss unter der Inflationsrate

Hajek weiter: "Einzig die ÖVP-Wählerschaft plädiert deutlich für einen Abschluss unter der Inflationsrate. Möglicherweise liegt das daran, dass die türkise Wählerschaft über einen großen Anteil an Pensionisten verfügt – und die wären von den Herbstlohnrunden nicht betroffen."


Online-Artikel Heute



Während die Preise schneller steigen als die Einnahmen, kämpfen viele täglich ums finanzielle Überleben. Wie viel mehr Einkommen hätten sie nötig?


Die Preise explodieren, das Ersparte – so man es hat – schmilzt. Für viele Österreicher reicht der Lohn kaum zum Leben. Im Herbst beginnen traditionell die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über mögliche Gehaltserhöhungen. Laut einer aktuellen Umfrage für "Heute" (Unique Research hat 500 Österreicher ab 16 Jahren befragt, maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent) wünscht sich rund ein Drittel der Beschäftigten ein Gehaltsplus über der Inflation – doch oft bleiben die Gehaltsrunden hinter den Erwartungen zurück.


Wir haben uns auf Wiens Straßen umgehört: Wie viel zusätzliches Einkommen wünschen sich die Menschen tatsächlich, um sorgenfrei leben zu können?


"Wir werden immer ärmer"


"Ich bin nicht zufrieden, aber irgendwie muss man mit dem Geld auskommen", sagt Teodora, die derzeit von ihrem Lehrlingsgehalt lebt. Die 20-Jährige wünscht sich eine Gehaltserhöhung von 20 bis 30 Prozent, um sorgenfrei leben zu können.


Auch Sonja hofft auf eine deutliche Gehaltserhöhung, die über der Inflation liegt. "300 Euro (brutto) mehr wären schön – das wäre lebenswert!", sagt die 55-Jährige ins "Heute"-Mikro.


"Es wird alles teurer und wir werden immer ärmer", klagt Isabella, die mit ihrem Lohn unzufrieden ist. Ihr Mann kann aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten, was die Lage zusätzlich erschwert. Sie wünscht sich "ein paar Hunderter mehr".


Anna ist eine der wenigen, die gut zurechtkommt, sagt aber: "Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, aber mehr zu verdienen wäre natürlich nicht schlecht."


Die Stimmen, die wir auf der Meidlinger Hauptstraße in Wien eingefangen haben, zeigen deutlich: Den allermeisten fehlen ein paar Hundert Euro pro Monat, um sich den gewünschten Lebensstil zu leisten. Zu viel Hoffnung sollten sie sich derzeit nicht darauf machen.





Umfrage HEUTE - Neue Gehälter laut Kollektivvertrag
Umfrage HEUTE - Neue Gehälter laut Kollektivvertrag


Auftraggeber: HEUTE

Methode: Online-Befragung

Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen

Stichprobengröße: 500 Befragte

Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4 %

Feldarbeit: 08. bis 11. September 2025

 
 
 

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