HEUTE-Umfrage: Meinung zur Bundesregierung

Online-Artikel Heute
Fühlen sich die Österreicher von der Regierung in ihren Interessen vertreten? Die große Umfrage für "Heute" gibt jetzt Antwort auf diese Frage.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat den "Herbst der Ergebnisse" ausgerufen. Große Baustellen sollen beseitigt werden wie etwa die Wehrdienstreform, die Justizreform samt Bundesstaatsanwaltschaft, die Gesundheitsreform und auch die ORF-Reform.
Regierungsparteien haben gemeinsam nur mehr 41,8 Prozent
Die Regierung braucht auch dringend Erfolge. Laut dem aktuellen APA-Wahltrend kommen ÖVP, SPÖ und Neos gemeinsam nur mehr auf 41,8 Prozent. Das sind satte 14,9 Prozent weniger als bei der Nationalratswahl 2024. Die FPÖ alleine kommt dagegen auf 38,9 Prozent. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat den "Herbst der Ergebnisse" ausgerufen. Große Baustellen sollen beseitigt werden wie etwa die Wehrdienstreform, die Justizreform samt Bundesstaatsanwaltschaft, die Gesundheitsreform und auch die ORF-Reform.
Regierungsparteien haben gemeinsam nur mehr 41,8 Prozent
Die Regierung braucht auch dringend Erfolge. Laut dem aktuellen APA-Wahltrend kommen ÖVP, SPÖ und Neos gemeinsam nur mehr auf 41,8 Prozent. Das sind satte 14,9 Prozent weniger als bei der Nationalratswahl 2024. Die FPÖ alleine kommt dagegen auf 38,9 Prozent. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren.
Nur fünf Prozent halten ihre Interessen für gut vertreten
So sind nur magere fünf Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Interessen von Stocker, Babler, Meinl-Reisinger und Co. gut vertreten werden. Zumindest 22 Prozent sprechen der Regierung das Bemühen nicht ab und sehen Teilerfolge.
Kurios ist der Blick auf die Parteipräferenz: In keiner einzigen Wählergruppe sagt auch nur annähernd die Mehrheit, dass die Interessen gut vertreten werden.
Neos- und ÖVP-Wähler am zufriedensten
Am größten ist die Zufriedenheit mit der Regierung noch bei Wählern der Neos. 16 Prozent von ihnen glauben, dass die Regierung die Interessen gut vertritt. Bei ÖVP-Anhängern sind es 13 Prozent, bei Grün-Sympathisaten neun Prozent, bei Fans der SPÖ überhaupt nur sieben Prozent. Erstaunlich: Immerhin zwei Prozent der freiheitlichen Wähler schließen sich dieser Ansicht an.
Überhaupt nicht vertreten fühlen sich elf Prozent der SPÖ-Wähler, zwölf Prozent der ÖVP-Sympathisanten und 16 Prozent der Neos-Fans.
Jeder dritte Blau-Wähler fühlt sich von Regierung überhaupt nicht vertreten
Wenig überraschend vertreten gleich 75 Prozent der FPÖ-Wähler und damit drei von vier ebenfalls die Meinung, dass die Regierung die Interessen der Bevölkerung überhaupt nicht vertritt.
Jüngere sind mit Regierung eher zufrieden
"Unique Research" hat aber auch die Meinung nach Bevölkerungsgruppen abgefragt. Dabei fällt auf, dass die Befragten zwischen 16 und 29 Jahren am ehesten zufrieden mit der Regierung sind, gefolgt von den über 60-Jährigen. 30- bis 59-Jährige sind am unzufriedensten.
Wenig Unterschiede gibt es zwischen Frauen und Männern. Dafür fällt das Urteil der Befragten mit Matura doppelt so gut aus wie jenes der Personen ohne Matura.
Und wie beurteilt "Unique Research"-Meinungsforscher und Politik-Experte Peter Hajek dieses Ergebnis? "Die Bundesregierung kommt bei aller Bemühung nicht recht vom Fleck. Während 42 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher der Regierung eine schlechte Vertretung der Interessen der Bevölkerung attestieren, sind magere fünf Prozent vom Gegenteil überzeugt. Wie so oft stellt die FPÖ-Wählerschaft die Mehrheit der Kritiker dar", sagt er im "Heute"-Gespräch.
"Das ist das größte Problem der Regierungskoalition"
"Immerhin 48 Prozent der Befragten sind vom Bemühen überzeugt, jedoch nicht vom Erfolg – und das ist das größte Problem der Regierungskoalition", so Hajek.
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Die Koalition kassiert gleich zwei schlechte Zeugnisse: Nur fünf Prozent bescheinigen ihr eine gute Vertretung der Bevölkerungsinteressen. Im Politiker-Ranking landen Babler und Meinl-Reisinger ganz hinten. Auch Finanzminister Marterbauer büßt Plätze ein.
Die Regierung braucht Erfolge. Zwei aktuelle Umfragen zeigen, wie dringend: Während die Dreierkoalition als Ganzes kaum überzeugt, kämpfen auch ihre Spitzen mit deutlich mehr negativen als positiven Bewertungen.
Besonders bitter fällt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage von Unique Research für „Heute“ aus: Nur fünf Prozent sagen, die Bundesregierung vertritt die Interessen der Bevölkerung gut. Das ist gerade einmal jeder Zwanzigste.
42 Prozent: Regierung vertritt Bevölkerung gar nicht
Weitere 22 Prozent erkennen Bemühen und zumindest teilweise Erfolge. Doch auf der anderen Seite stehen deutlich größere Gruppen: 26 Prozent bescheinigen der Regierung trotz Bemühens wenig Erfolg. 42 Prozent sagen, sie vertritt die Interessen der Bevölkerung gar nicht. Fünf Prozent wissen keine Antwort oder machen keine Angabe.
Auch im eigenen Lager hält sich die Begeisterung in Grenzen. Nur 13 Prozent der ÖVP-Wähler und sieben Prozent der SPÖ-Wähler wählen die uneingeschränkt positive Antwort. Bei den NEOS-Anhängern sind es 16 Prozent.
Immerhin: Weitere 52 Prozent der ÖVP-Wähler und 49 Prozent der SPÖ-Wähler sehen zumindest Teilerfolge. Unter NEOS-Wählern sind es 36 Prozent.
Babler Letzter, Meinl-Reisinger Vorletzte
Das zweite schlechte Zeugnis liefert das aktuelle Polit-Barometer der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24. Hier wird erhoben, welche Politiker positiv beziehungsweise negativ aufgefallen sind. Aus beiden Werten entsteht ein Saldo.
Andreas Babler landet mit minus 48 Prozentpunkten auf dem letzten Platz – nach minus 47 im Vormonat. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger liegt mit minus 32 auf dem vorletzten Rang. Auch Bundeskanzler Christian Stocker steckt mit minus 25 deutlich im negativen Bereich.
Damit liegen bei allen drei Chefs der Regierungsparteien die negativen Eindrücke klar vor den positiven.
Auch Marterbauer rutscht vom Stockerl
Selbst Finanzminister Markus Marterbauer verliert Boden im Ranking. Zwar sind 26 Prozent positiv auf ihn aufmerksam geworden – zwei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Gleichzeitig steigt aber der Anteil der negativen Eindrücke um vier Punkte auf 37 Prozent.
Unterm Strich bleiben minus elf Prozentpunkte. Marterbauer fällt von Platz zwei auf Platz vier. Vor ihm liegen nun Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit minus sieben und Familienministerin Claudia Bauer mit minus zehn.
Kickl führt – ebenfalls mit negativem Saldo
Platz eins behauptet FPÖ-Chef Herbert Kickl mit minus sechs Prozentpunkten. Auch bei ihm überwiegen somit die negativen Eindrücke. Sein Saldo verschlechtert sich gegenüber dem Vormonat um einen Punkt. Für den Spitzenplatz vor den Regierungsmitgliedern reicht es trotzdem.
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42 Prozent sehen das Gegenteil und meinen, sie vertrete sie gar nicht. Weitere 26 Prozent bescheinigen trotz Bemühens wenig Erfolg, 22 Prozent zumindest teilweise Erfolge. Fünf Prozent machten keine Angabe.
Selbst im eigenen Lager dünn
Auch bei den Wählern der Regierungsparteien hält sich die Begeisterung in Grenzen. Nur 13 Prozent der ÖVP-Anhänger und sieben Prozent der SPÖ-Wähler wählen die uneingeschränkt positive Antwort. Bei den Neos-Sympathisanten sind es 16 Prozent. Immerhin sehen weitere 52 Prozent der ÖVP- und 49 Prozent der SPÖ-Wähler zumindest Teilerfolge, bei den Neos-Anhängern 36 Prozent.
Politiker-Ranking: Babler letzter, Meinl-Reisinger vorletzte
Das zweite schlechte Zeugnis liefert, wie berichtet, das aktuelle Polit-Barometer der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler landet mit einem Saldo von minus 48 Prozentpunkten auf dem letzten Platz. Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger folgt mit minus 32 auf dem vorletzten Rang, ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker liegt bei minus 25. SPÖ- Finanzminister Markus Marterbauer fällt von Platz zwei auf Platz vier und weist unterm Strich minus elf Punkte auf, nachdem negative Eindrücke auf 37 Prozent stiegen. Platz eins hält FPÖ-Chef Herbert Kickl.
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Die nächste schlechte Nachricht für die Bundesregierung! Laut einer aktuellen Umfrage von Unique Research für die Tageszeitung Heute glauben gerade einmal fünf Prozent der Österreicher, dass die Regierung ihre Interessen gut vertritt. 42 Prozent stellen ihr dagegen ein vernichtendes Zeugnis aus: Sie fühlen sich überhaupt nicht vertreten.
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Nach dem jüngsten Schlagabtausch zwischen Kanzler Christian Stocker und FPÖ-Chef Herbert Kickl stellt sich die Frage: Ist eine Koalition aus FPÖ und ÖVP nach der nächsten Wahl realistisch? Rechnerisch spricht fast alles dafür, politisch ist das Klima vergiftet – doch in beiden Parteien gibt es Stimmen, die auf dieses Bündnis hinarbeiten. Eine Analyse.
Selten war der Ton zwischen den beiden Parteien so scharf wie in den vergangenen Tagen. Und selten war das Paradoxon so deutlich: Die beiden Parteien, die zusammen auf fast 60 Prozent kommen, finden derzeit kaum eine gemeinsame Sprache. Trotz der öffentlichen Streitereien scheint sich hinter den Kulissen immer stärker eine Bewegung Richtung Blau-Schwarz zu formieren.
Der neueste Streit
Auslöser war ein Interview, das Stocker dem „profil“ gegeben hat. Darin warf er der FPÖ vor, Österreich in eine „dritte Republik“ verwandeln und zur „Festung“ umbauen zu wollen, und zog auch historische Vergleiche. Mit Kickl sei eine gemeinsame Gesprächsebene nicht möglich, mit vernünftigen Kräften in der FPÖ gebe es dagegen immer wieder Kooperationen. Eine „Brandmauer-Debatte“ wie in Deutschland lehnt er ab.
Erstmals räumte Stocker zudem öffentlich ein, dass in Teilen seiner Partei über einen Wechsel von der Dreierkoalition zu Blau-Schwarz nachgedacht werde. Ihm habe aber noch niemand erklären können, worin der Vorteil bestehen soll, von der Kanzlerpartei zur Vizekanzlerpartei unter Kickl zu werden.
Kickl reagierte am Samstag mit scharfen Worten. Er sprach von Geschichtsverdrehung, nannte Stocker einen „Kanzler ohne Wählerauftrag“, dessen Botschaften „fast psychotisch“ seien, und verwies seinerseits auf die Vergangenheit der ÖVP-Vorgängerpartei. Stockers Abgrenzung diene dem Machterhalt. Würde der ÖVP tatsächlich etwas am Land liegen, müsste sie die Dreierkoalition noch heute beenden.
Rechnerisch fast alternativlos
Folgt man den Umfragen, ist Blau-Schwarz die logische Option. In der Sonntagsfrage von Unique Research für „Heute“ liegt die FPÖ bei 38 Prozent und die ÖVP bei 20 Prozent, zusammen also bei 58 Prozent. Die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ (15) und NEOS (10) hätte dort keine Mehrheit mehr. Ohne die FPÖ bliebe rechnerisch nur eine Viererkoalition, die auch die Grünen (12) einschließen müsste.
Auch bei den Koalitionswünschen schneidet Blau-Schwarz am besten ab:
In einer OGM-Umfrage für den „Kurier“ im Mai war die FPÖ-ÖVP-Variante mit 38 Prozent die beliebteste, vor Schwarz Rot-Pink (25 Prozent) und SPÖ-Grüne-NEOS (29 Prozent).
Eine belastete Beziehung
Die Stimmung zwischen FPÖ und ÖVP ist seit den gescheiterten Koalitionsverhandlungen Anfang 2025 angespannt. Auch der Misstrauensantrag der FPÖ gegen die Regierung vor einigen Tagen, den alle Koalitionsabgeordneten ablehnten, zeigt die Fronten. Kickl nennt die Koalition ein „Regierungsmonstrum“, dessen Kitt die Abgrenzung zur FPÖ sei.
Wer auf Blau-Schwarz hinarbeitet
Trotzdem gibt es in beiden Parteien Kräfte, die an Blau-Schwarz arbeiten. In der ÖVP mehren sich Insidern zufolge die Stimmen, die eine Zusammenarbeit mit der FPÖ einer möglichen Viererkoalition vorziehen – und das vor allem auch in der Riege der Spitzenfunktionäre. In der FPÖ lautet der Tenor: Die ÖVP muss zur Vernunft kommen und aufhören, linke Politik mitzutragen, dann kann man wieder mit ihr reden. Vereinzelt wird auch Blau-Rot als Option genannt, doch mit der aktuellen SPÖ scheint das unrealistisch, und die inhaltlichen Schnittmengen mit der ÖVP sind weit größer.
Annäherung in Sicht?
Damit eine Koalition nicht noch einmal scheitert wie bei den Verhandlungen nach der Wahl 2024, braucht es offensichtlich eine Annäherung – und zwar auch hinter den Kulissen. Offen ist, mit wem an der Spitze die ÖVP überhaupt verhandeln würde. Dass Stocker am Ende des Tages ÖVP Spitzenkandidat bei der kommenden Wahl wäre, halten viele in der Partei für unrealistisch.
Print-Artikel Heute
68 % glauben nicht, dass Regierung ihre Interessen vertritt
Die Regierung ist im Umfragetief. Gemeinsam kommt die Koalition im APA-Wahltrend nur noch auf 41,8 %. Aber vertritt sie die Interessen der Bevölkerung? Das fragte Unique Research für „Heute“ 500 Österreicher (max. Schwankungsbreite ±4,4 %):
Desaströser Wert
Nur mehr 5 % halten die Interessen für „gut“ vertreten. 22 % gestehen der Regierung das Bemühen und teilweisen Erfolg zu. Auf der anderen Seite stehen aber gleich 42 %, die die Bevölkerung „überhaupt nicht“ vertreten sehen, 26 % sprechen von wenig Erfolg trotz Bemühens. Nicht einmal Regierungswähler wirklich überzeugt Von einer „guten“ Vertretung der Interessen sprechen 16 % der Neos-,13 % der ÖVP- und nur 7 Prozent (!) der SPÖ-Wähler.
FPÖ-Fans massiv sauer
Drei von vier befragten freiheitlichen Anhängern fühlen sich „überhaupt nicht“ vertreten. Von einer „guten Vertretung“ sprechen gerade einmal zwei Prozent.
Männer positiver
30 % der männlichen Befragten antworteten mit „gut“ oder „teilweise Erfolg“, bei den Frauen waren es nur 23 %. Am kritischsten sind die Befragten zwischen 30 und 59 Jahren, am positivsten die Jüngeren zwischen 16 und 29.

Auftraggeber: HEUTE
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte in Österreicher
Stichprobengröße: 500 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%
Feldarbeit: 19. bis 22. Oktober 2026




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