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HEUTE-Umfrage: Politikerranking

14. Sept.
11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept.

HEUTE-Umfrage: Politikerranking
HEUTE-Umfrage: Politikerranking

Online-Artikel Heute



Die Performance der Spitzenpolitiker wird großteils negativ beurteilt. Das zeigt das "Heute"-Politbarometer. Weiter klare Nummer eins: FP-Chef Kickl.


Wie stehen Österreichs Politiker vor dem Start in den Herbst da? Das hat "Unique Research" für "Heute" 500 Österreicher ab 16 Jahren befragt (online, maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent). Das sind die Ergebnisse:


Kickl mit bestem Positiv-Wert

An der Spitze liegt eindeutig FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er ist in den vergangenen 14 Tagen 32 Prozent der Befragten positiv aufgefallen. Das ist der mit Abstand beste Wert aller abgefragten Politiker. Bei den Negativ-Nennungen konnte er gegenüber dem Juli von 45 auf 43 Prozent leicht verbessern. Von allen fünf Parteichefs und -chefinnen weist er mit elf Prozentpunkten ebenfalls den Bestwert auf.


Parteichefs polarisieren

Wie Kickl polarisieren auch die anderen Parteichefs. Am ehesten in Grenzen hält sich das bei Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Sie ist 19 Prozent positiv und 42 Prozent negativ aufgefallen. Damit ist sie gegenüber Juli annähernd stabil geblieben.


Meinl-Reisinger ist jedem Zweiten negativ aufgefallen

Das gilt auch für ÖVP-Chef und Bundeskanzler Christian Stocker. Bei den Positiv-Nennungen liegt er allerdings hinter Gewessler und auch Neos-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die kommt allerdings auf satte 48 Prozent Negativ-Nennungen.


Babler bei Wählern unten durch

Desaströs sind die Zahlen weiterhin für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler. Er ist unglaublichen 53 Prozent und damit mehr als der Hälfte der Befragten negativ aufgefallen. Das ist der Rekordwert in dieser Kategorie. Nur 15 Prozent haben ihn zuletzt positiv in Erinnerung.


Das dürfte wohl auch daran liegen, dass sich viele seiner Versprechen von vor der Wahl nicht bewahrheitet haben. Auch sein unglückliches Agieren im Zusammenhang mit dem ORF hat sicher nicht zu einer positiveren Wahrnehmung geführt.


Marterbauer schon auf Platz zwei

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) wird immer stärker. Mit 21 Prozent Positiv- und 25 Prozent Negativ-Nennungen liegt der bereits auf Platz zwei und ist im Saldo sogar der beste Spitzenpolitiker.


Bauer schließt zu Tanner auf

Von diesem Platz verdrängt hat Marterbauer damit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Sie ist von der zweiten Stelle auf Platz sechs zurückgefallen und hat damit auch ihren alleinigen Platz als bestbewertete ÖVP-Politikerin eingebüßt. Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat zu Tanner aufgeschlossen. Ihr hat wohl die Diskussion um ein Verbot des politischen Islam und des Kinderkopftuches in Schulen Punkte bei den Wählern eingebracht.


Wiederkehr und Karner stoßen in die Top Ten vor

Ebenfalls noch unter die Top Ten haben es Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos, von 14 auf 7) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP, von 12 auf 9) geschafft.


Pröll ist bester Staatssekretär

Am besten von den Staatssekretären schnitt übrigens Alexander Pröll (ÖVP) ab. Mit elf Prozent Positiv- und 21 Prozent Negativ-Nennungen kommt er auf den 13. Platz und liegt deutlich vor seinen Kolleginnen und Kollegen. Weiterhin einen auffallend hohen Negativwert hat Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn. Er ist jedem dritten Befragten zuletzt negativ aufgefallen. Schwacher Trost: Gegenüber Juli ist das wenigstens eine kleine Verbesserung von sechs Prozentpunkten.


Totschnig unauffällig – trotz Dürre und Klimagesetz

Auf sein spannendes Detail der Umfrage weist Meinungsforscher und Politik-Experte Peter Hajek im Gespräch mit "Heute" hin: Umwelt- und Klimaminister Norbert Toschnig (ÖVP) ist zwei Dritteln der Wähler in letzter Zeit nicht aufgefallen oder sie kennen ihn nicht.


"Das ist insofern interessant, ist er wegen der Dürrehilfen für die Bauern und dem Klimaschutzgesetz politisch an vorderster Front gestanden", so Hajek.


Online-Artikel



Wie gut kommen Österreichs Spitzenpolitiker bei den Wählern an? Das neue „Heute“-Politbarometer zeigt ein ernüchterndes Bild: Die meisten Politiker haben deutlich mehr Kritiker als Fans. Unangefochten an der Spitze liegt FPÖ-Chef Herbert Kickl. Für eine Überraschung sorgt Finanzminister Markus Marterbauer.


Wie gut kommen Österreichs Spitzenpolitiker bei den Wählern an? Das neue „Heute“-Politbarometer zeigt ein ernüchterndes Bild: Die meisten Politiker haben deutlich mehr Kritiker als Fans. Unangefochten an der Spitze liegt FPÖ-Chef Herbert Kickl. Für eine Überraschung sorgt Finanzminister Markus Marterbauer.


Das Ergebnis ist eindeutig: Herbert Kickl ist weiterhin die Nummer eins. 32 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen der FPÖ-Chef in den vergangenen 14 Tagen positiv aufgefallen ist – der mit Abstand beste Wert im gesamten Politbarometer, so die Heute.


Auch bei den Negativ-Nennungen konnte Kickl leicht zulegen: 43 Prozent sehen ihn negativ. Im Vergleich zum Juli ist das eine Verbesserung um zwei Prozentpunkte. Unter den fünf Parteichefs und -chefinnen weist Kickl damit einen Positiv-Negativ-Saldo von plus elf Prozentpunkten auf – ebenfalls Bestwert.


Ganz anders sieht es bei den anderen Parteispitzen aus. Die meisten sorgen für deutlich mehr negative als positive Reaktionen.


Noch vergleichsweise ausgeglichen fällt das Ergebnis für Grünen-Chefin Leonore Gewessler aus. Sie kommt auf 19 Prozent positive und 42 Prozent negative Nennungen. Damit bewegt sie sich ungefähr auf dem Niveau des Juli.


Meinl-Reisinger fällt besonders negativ auf

Auch Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker kommt nicht an Kickls Werte heran. Bei den positiven Nennungen liegt er hinter Gewessler und auch hinter NEOS-Chefin sowie Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.


Bei Meinl-Reisinger zeigt sich allerdings eine andere Seite des Ergebnisses: 48 Prozent der Befragten ist sie in den vergangenen zwei Wochen negativ aufgefallen. Damit liegt sie bei den Negativ-Nennungen fast bei jedem Zweiten. Besonders bitter fällt das Ergebnis für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler aus.


53 Prozent der Befragten geben an, dass er ihnen zuletzt negativ aufgefallen ist. Damit hält Babler den höchsten Negativ-Wert aller abgefragten Spitzenpolitiker. Nur 15 Prozent nennen ihn positiv.


Als mögliche Gründe werden unter anderem enttäuschte Erwartungen an frühere Wahlversprechen sowie sein Auftreten rund um den ORF genannt. Für den SPÖ-Chef ist das Ergebnis jedenfalls ein weiterer Dämpfer vor dem politischen Herbst. Für die Überraschung sorgt hingegen Finanzminister Markus Marterbauer.


Der SPÖ-Politiker kommt auf 21 Prozent positive und 25 Prozent negative Nennungen. Damit liegt er bereits auf Platz zwei – und weist mit einem Saldo von minus vier Prozentpunkten sogar das beste Ergebnis unter den Spitzenpolitikern auf.


Während die Parteichefs also weiterhin stark polarisieren, scheint Marterbauer bei den Befragten zunehmend besser anzukommen.


Der Herbst kann damit für die Parteispitzen durchaus ungemütlich werden: Kickl bleibt klarer Spitzenreiter, während sich hinter ihm die Kräfteverhältnisse verschieben.

Online-Artikel



Zum Herbstauftakt liefert das aktuelle „Heute“-Politbarometer ein eindeutiges Bild: FPÖ-Chef Herbert Kickl bleibt mit großem Abstand der beliebteste Spitzenpolitiker des Landes, während Vizekanzler Andreas Babler einen historischen Negativwert einfährt.


Kickl mit bestem Wert aller Politiker

Für die Erhebung befragte das Institut „Unique Research“ 500 Österreicher ab 16 Jahren online, die maximale Schwankungsbreite liegt bei 4,4 Prozentpunkten. Kickl kommt demnach auf 32 Prozent positive Nennungen in den vergangenen 14 Tagen – der mit Abstand beste Wert unter allen abgefragten Politikern. Bei den negativen Nennungen konnte er sich gegenüber Juli sogar leicht verbessern, von 45 auf 43 Prozent. Mit einem Saldo von elf Prozentpunkten weist er unter allen fünf Parteichefs den besten Wert auf.


Auch die übrige Parteispitze polarisiert deutlich

Am wenigsten polarisierend unter den Parteichefs zeigt sich Grünen-Chefin Leonore Gewessler mit 19 Prozent positiven und 42 Prozent negativen Nennungen – nahezu unverändert gegenüber Juli. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) liegt bei den positiven Nennungen sowohl hinter Gewessler als auch hinter NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zurück, die allerdings mit 48 Prozent Negativ-Nennungen auf einen besonders hohen Wert kommt.


Babler mit Rekordwert bei Ablehnung

Besonders deutlich fällt das Ergebnis für Babler aus: 53 Prozent der Befragten – und damit mehr als die Hälfte – gaben an, ihn zuletzt negativ wahrgenommen zu haben. Das ist der bisherige Rekordwert in dieser Kategorie. Positiv fiel er dagegen nur 15 Prozent der Befragten auf. Als möglichen Grund nennt „Heute“ den Umstand, dass sich zahlreiche seiner Ankündigungen aus der Zeit vor der Wahl bislang nicht erfüllt hätten, ergänzt um sein zuletzt umstrittenes Agieren rund um die ORF-Reform.


Marterbauer im Aufwind, Tanner verliert Spitzenplatz

Deutlich zulegen konnte hingegen Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ): Mit 21 Prozent positiven und 25 Prozent negativen Nennungen liegt er bereits auf Platz zwei des Rankings und weist im Saldo sogar den besten Wert aller Spitzenpolitiker auf. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner rutschte im Gegenzug von Platz zwei auf Platz sechs ab und verlor damit ihren bisher alleinigen Status als bestbewertete ÖVP-Politikerin. Zu ihr aufgeschlossen hat Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) – wohl auch, weil ihr die Debatten um ein Verbot des politischen Islam sowie um das Kopftuchverbot in Schulen Punkte bei den Wählern eingebracht haben dürften. Unter die Top Ten vorgestoßen sind zudem Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS, von Platz 14 auf 7) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP, von Platz 12 auf 9).


Pröll bester Staatssekretär, Schellhorn weiter mit hohem Negativwert

Unter den Staatssekretären schneidet Alexander Pröll (ÖVP) mit elf Prozent positiven und 21 Prozent negativen Nennungen am besten ab und landet damit auf Platz 13 der Gesamtwertung. NEOS-Staatssekretär Sepp Schellhorn bleibt dagegen mit einem Drittel negativer Nennungen auffällig hoch belastet – gegenüber Juli bedeutet das immerhin eine leichte Verbesserung um sechs Prozentpunkte.


Totschnig trotz Themenpräsenz kaum wahrgenommen

Auf eine Auffälligkeit der Umfrage verweist Meinungsforscher Peter Hajek im Gespräch mit „Heute“: Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) ist zwei Dritteln der Befragten zuletzt gar nicht aufgefallen oder unbekannt geblieben. Das sei insofern bemerkenswert, so Hajek, als Totschnig zuletzt wegen der Dürrehilfen für Bauern und des geplanten Klimaschutzgesetzes politisch an vorderster Front gestanden habe.

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Zwei Politiker, die unterschiedlicher kaum sein könnten, liegen in der Gunst der Österreicher nah beieinander: FPÖ-Chef Herbert Kickl und SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer. Am anderen Ende des Rankings steht die gesamte Regierungsspitze – mit Vizekanzler Andreas Babler weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.


So wurde gefragt

Für das aktuelle Polit-Barometer hat die Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 am 21. und 22. September 1.000 Personen befragt. Die Frage lautete, ob die jeweiligen Politiker zuletzt positiv oder negativ aufgefallen sind. Aus beiden Werten ergibt sich ein Saldo.


Kickl an der Spitze – trotz Minus

Wie oe24 berichtet, fiel Kickl 33 Prozent der Befragten positiv und 38 Prozent negativ auf. Das ergibt einen Saldo von minus 5 – mehr negative als positive Nennungen, aber trotzdem der beste Wert aller abgefragten Bundespolitiker.


Marterbauer bester Regierungspolitiker

Dicht dahinter folgt der Finanzminister: Marterbauer kommt auf 24 Prozent positive und 33 Prozent negative Nennungen, ein Saldo von minus 9. Kein anderes Regierungsmitglied schneidet besser ab. Bemerkenswert ist das vor allem, weil Marterbauer als Finanzminister für den Sparkurs zur Budgetsanierung verantwortlich zeichnet – ein Amt, das selten Beliebtheitspunkte bringt. Ein ähnliches Bild hatte bereits das „Heute“-Politbarometer von Unique Research Mitte September gezeigt, in dem Marterbauer den besten Saldo aller Spitzenpolitiker erreichte. In der laufenden SPÖ-Personaldebatte wird er deshalb immer wieder als möglicher Nachfolger Bablers genannt, eigene Ambitionen hat er öffentlich bisher nicht erkennen lassen.


Tanner knapp hinter Marterbauer

Nur Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) kommt mit einem Saldo von minus 10 an Marterbauer heran. Besser als minus 20 schneiden außerdem Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP), Verkehrsminister Peter Hanke und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) ab. Die übrigen Regierungsmitglieder liegen darunter.


Die Koalitionsspitze ganz hinten

Am Ende des Rankings finden sich ausgerechnet die drei Parteichefs der Regierung. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kommt auf einen Saldo von minus 32, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) auf minus 33. Weit dahinter liegt Babler: Nur 9 Prozent ist er positiv aufgefallen, 56 Prozent negativ – ein Saldo von minus 47 und damit laut oe24 ein Rekordtief. Schon im „Heute“-Politbarometer hatte Babler mit 53 Prozent negativen Nennungen den schlechtesten Wert erreicht.


Ein Ergebnis mit Brisanz für die SPÖ

Für die SPÖ kommt die Umfrage zu einem heiklen Zeitpunkt. Medienmanager Gerhard Zeiler hat gerade angekündigt, als Parteivorsitzender zur Verfügung zu stehen, Babler will laut APA-Informationen aber nicht freiwillig weichen. Dass ausgerechnet ein Parteikollege Bablers das beste Ergebnis aller Regierungsmitglieder erzielt, dürfte die Debatte um die Führung der Partei weiter anheizen.

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Vor zwei Jahren lagen sie noch vor den Grünen, jetzt kommen sie nicht einmal auf die Hälfte: Die NEOS stecken laut aktueller Lazarsfeld-Umfrage für oe24 bei 6 Prozent fest. Für die kleinste Regierungspartei wird die Koalition damit zunehmend zur Belastungsprobe.


6 Prozent – zum zweiten Mal in Folge

In der aktuellen Erhebung, für die von 14. bis 22. September 2.000 Personen befragt wurden, kommen die NEOS auf 6 Prozent. Die Grünen liegen bei 13 Prozent – und damit mehr als doppelt so hoch. Ein Ausrutscher ist das nicht: Bereits in der Vorwoche hatte Lazarsfeld die NEOS bei 6 und die Grünen bei 13 Prozent gesehen, wie oe24 damals unter dem Titel „Jetzt rutschen auch NEOS in eine Krise“ berichtete. Einzuordnen ist das mit Blick auf die maximale Schwankungsbreite von 2,2 Prozentpunkten: Ganz exakt lässt sich das Verhältnis nicht festmachen, der deutliche Abstand zu den Grünen bleibt aber klar erkennbar.


Die Rollen haben sich umgedreht

Besonders bitter ist für die Pinken der Vergleich mit der Nationalratswahl 2024. Damals erreichten die NEOS 9,1 Prozent und lagen knapp vor den Grünen mit 8,2 Prozent. Die Grünen, damals als Regierungspartei abgestraft, profitieren heute offenbar von ihrer Oppositionsrolle, während der klassische Regierungsmalus nun die NEOS trifft. Parteichefin Leonore Gewessler kommt in der Kanzlerfrage laut Lazarsfeld inzwischen auf 8 Prozent und hat damit sogar Vizekanzler Andreas Babler eingeholt.


Meinl-Reisinger mit hohen Negativwerten

Auch beim Personal läuft es für die NEOS nicht rund. Im „Heute“-Politbarometer von Unique Research gaben 48 Prozent der Befragten an, Parteichefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sei ihnen zuletzt negativ aufgefallen. Staatssekretär Josef Schellhorn, das Gesicht der pinken Deregulierungsagenda, kam dort auf ein Drittel negative Nennungen.


Eine schwierige Bilanz nach eineinhalb Jahren

Die Ursachen lassen sich aus der Umfrage allein nicht ablesen. Auffällig ist aber, dass die zentralen NEOS-Themen zuletzt vor allem mit Verzögerungen in den Schlagzeilen waren: Schellhorns Entbürokratisierungspaket kommt nur schleppend voran, Bildungsminister Christoph Wiederkehr musste seinen Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule ohne Abstimmung mit den Koalitionspartnern starten. Dazu kamen interne Turbulenzen wie der Rauswurf des Abgeordneten Veit Dengler im Sommer.


Die Koalition insgesamt ohne Mehrheit

Für die Dreierkoalition insgesamt sieht es nicht besser aus. ÖVP (21 Prozent), SPÖ (15 Prozent) und NEOS kämen laut Hochrechnung zusammen nur noch auf 79 Mandate, für eine Mehrheit braucht es 92. Klar vorne liegt die FPÖ mit 38 Prozent. Die KPÖ würde mit 4 Prozent den Einzug in den Nationalrat schaffen.

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Die FPÖ legt zu, die Regierungsparteien verlieren – und am härtesten trifft es wieder einmal die SPÖ. In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 steht die Partei von Vizekanzler Andreas Babler bei nur noch 15 Prozent, knapp über ihrem bisherigen Allzeittief.


Ein Punkt weniger, und das Tief rückt näher

Für die Erhebung wurden von 14. bis 22. September 2.000 Personen befragt, die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,2 Prozentpunkten. Die SPÖ verliert gegenüber der Vorwoche einen Punkt und landet bei 15 Prozent – nur einen Zähler über dem bisherigen Tiefstwert von 14 Prozent in den oe24-Umfragen. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2024 kam die SPÖ noch auf 21,1 Prozent.


Die Grünen im Nacken

Besonders unangenehm für die Sozialdemokraten ist der Blick auf die Konkurrenz im eigenen Lager. Die Grünen kommen in derselben Umfrage auf 13 Prozent und liegen damit nur noch zwei Punkte hinter der SPÖ. Dazu kommt die KPÖ, die mit 4 Prozent bereits zum dritten Mal in Folge die Hürde für den Einzug in den Nationalrat nehmen würde.


Babler auch in der Kanzlerfrage unter Druck

Auch persönlich läuft es für den Parteichef nicht besser: In der Kanzlerfrage verliert Babler leicht und wird von Grünen-Chefin Leonore Gewessler mit 8 Prozent eingeholt. Klar vorne bleibt FPÖ-Chef Herbert Kickl mit 33 Prozent. Schon zuvor hatte das „Heute“-Politbarometer von Unique Research gezeigt, dass Babler 53 Prozent der Befragten zuletzt negativ aufgefallen war – ein Rekordwert.


Die Personaldebatte bleibt

Die schwachen Werte fallen in eine Phase, in der die Führungsfrage in der SPÖ ohnehin offen diskutiert wird. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtete, bezeichnete Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch Babler in einer internen Präsentation als „für viele nicht wählbar“ und forderte eine „personelle Neuausrichtung“. Laut „Krone“ soll zudem das Umfeld von Medienmanager Gerhard Zeiler bereits Gespräche mit mehreren SPÖ-Landesorganisationen über einen Wechsel an der Spitze geführt haben. Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hatte dagegen im oe24.TV-Interview garantiert, dass Babler auch im Jänner noch Vizekanzler und Parteichef sein werde.


Die Koalition insgesamt weit weg von einer Mehrheit

Auch ÖVP und NEOS geben ab: Die Kanzlerpartei von Christian Stocker fällt auf 21 Prozent (minus 1), die NEOS kommen auf 6 Prozent. Die FPÖ steigt dagegen auf 38 Prozent und liegt damit nur einen Punkt unter ihrem bisherigen Höchstwert. Umgerechnet kämen ÖVP, SPÖ und NEOS laut Hochrechnung nur noch auf 79 Mandate – so wenig wie noch nie in den oe24-Umfragen. Derzeit verfügt die Koalition über 109 Sitze, für eine Mehrheit braucht es 92.

Erwähnungen in weiteren Medien

Online

Auftraggeber: HEUTE

Methode: Online-Befragung

Zielgruppe: Wahlberechtigte in Österreicher

Stichprobengröße: 500 Befragte

Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%

Feldarbeit: 7. bis 10. September 2026


 
 
 

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