HEUTE-Umfrage: Spritpreise als Belastung des Haushaltsbudgets
- 20. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Mai

Online-Artikel Heute
Mit der Spritpreisbremse wollte die Regierung die hohen Preise an den Tankstellen abfedern. Die Österreicher fühlen sich trotzdem finanziell belastet.
"Wie sehr belasten die aktuellen Spritpreise Ihr Haushaltsbudget?" Diese Frage hat "Unique Research" für "Heute" 500 Österreichern ab 16 Jahre gestellt (maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent, Befragungszeitraum 13. bis 16. April). Die Antworten sind eindeutig.
Nur 27 Prozent spüren teure Preise an der Zapfsäule nicht
Gleich 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich durch die massiven Preissteigerungen seit Beginn des Iran-Krieges entweder "sehr belastet" oder zumindest "eher belastet" fühlen. Nur 27 Prozent tangiert der teure Sprit nach eigenen Angaben nicht.
FPÖ-Wähler leiden am meisten
Wenig überraschend fällt der Befund je nach Parteianhängern unterschiedlich aus. Laut der Umfrage am stärksten belastet: Wähler der Freiheitlichen. Gleich 79 Prozent finden ihre Haushalte als belastet. Nur auf 16 Prozent trifft das nicht zu.
Im grünen Lager und bei ÖVP-Fans nimmt man Preise gelassen
Etwas weniger stark treffen die Preise offenbar die Anhänger der Grünen. Hier sind nur 46 Prozent belastet, 38 Prozent dagegen nicht. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Sympathisanten der Volkspartei. Bei ihnen beträgt das Verhältnis 49 Prozent zu 47 Prozent.
SPÖ- und Neos-Anhänger stärker negativ betroffen
Stärker belastet empfinden sich auch SPÖ-Wähler mit insgesamt 62 Prozent ("sehr" oder "eher" belastet, Anm.) sowie die Fans der Neos mit 55 Prozent.
Kaum Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Interessant: Zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen gibt es bei dieser Frage nur relativ geringe Unterschiede – so zum Beispiel bei Männern und Frauen. So gaben 65 Prozent der weiblichen Befragten an, sich durch die Preise an den Zapfsäulen belastet zu fühlen. Bei ihren männlichen Pendants waren es 61 Prozent. Damit liegt die Differenz in der statistischen Schwankungsbreite.
Generation 60 plus spürt Teuerung an Tankstellen kaum
Etwas größere Unterschiede zeigen sich je nach Altersgruppe: Am stärksten belastet sind laut eigenen Angaben die 30- bis 59-Jährigen mit 69 Prozent. Bei jüngeren Befragten sind es 65 Prozent, bei der Generation 60 plus überhaupt nur 55 Prozent.
Maturanten weniger belastet
Spannend sind die Details nach Bildungsgrad der Befragten. Personen ohne Matura sehen ihre Haushalte durch die aktuellen Spritpreise zu 63 Prozent als finanziell belastet. Bei Befragten mit Matura sind es mit 62 Prozent beinahe genausoviele. Aber: Maturanten fühlen sich mit 33 Prozent deutlich weniger belastet als Personen mit Pflichtschulabschluss. Bei ihnen sind es nur 24 Prozent.
Spritpreisbremsen-Rebellen in Umfrage abgedeckt
Kleines Detail: Aufgrund des Befragungszeitraums ist auch bereits das Ausscheren der OMV aus der Spritpreisbremse in den Ergebnissen eingepreist.
Online-Artikel Heute
Seit Monatsanfang sinken die Spritpreise in Österreich. Niederösterreich und Oberösterreich teilen sich das Podium mit dem niedrigsten Benzinpreis.
Spritpreise: Die Preisanstiege seit Beginn des Iran-Krieges bedrücken viele Österreicher. 63 Prozent fühlen sich "sehr belastet" oder zumindest "eher belastet", das zeigt eine Befragung von von "Unique Research" für "Heute" (500 Interviews) – wir berichteten.
Spritpreise sind gesunken
Ein wenig Entspannung gab es im April. In allen Bundesländern sind die Preise am Stichtag 29. April (im Vergleich zum 1. April) für Eurosuper und Diesel gesunken. Das zeigt eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich. In der Steiermark gab es bei Eurosuper die stärkste Erleichterung (minus 12,9 Cent pro Liter), bei Diesel ist Tirol auf Platz 1 (minus 28,0 Cent für einen Liter).
Niederösterreich und Oberösterreich teilen sich den 1. Stockerlplatz um den günstigsten Benzinpreis mit 1,739 Euro für einen Liter Eurosuper. Bei Diesel liegt Niederösterreich bei einem Preis von 1,949 Euro (Quelle E-Control).
Wie am Donnerstag nach langen Verhandlungen entschieden wurde ("Heute" berichtete), wird die Spritpreisbremse, die im April für Entspannung gesorgt hatte, verlängert. Die Entscheidung kam in letzter Sekunde – in der Nacht auf Freitag, den 1. Mai wäre die Maßnahme sonst ausgelaufen. Für die Bevölkerung hätte ein Scheitern spürbare Folgen gehabt, ein weiterer Teuerungsschub drohte. Die verlängerte Spritpreisbremse sorgt jedoch für Aufatmen.
Verbrauch und Spritpreis
"Der Spritpreis ist der eine Faktor, der auf die Spritkosten Einfluss hat. Einen mindestens gleich großen und nachhaltigeren Einfluss hat aber der Spritverbrauch", so Michael Schwendinger vom VCÖ.
Wenn man ein Auto kauft, soll bereits auf den Spritverbrauch geachtet werden. Auch soll man spritsparend fahren – also gleiten statt rasen, vorausschauend fahren, schnell in einen höheren Gang schalten und den korrekten Reifendruck im Blick behalten. Im Gegensatz dazu seien Dachboxen sowie zu kalt regulierte Klimaanlagen Spritfresser, heißt es vom VCÖ.
Print-Artikel Heute
63 % der Haushalte leiden unter hohen Treibstoffpreisen
Mit der Spritpreisbremse wollte die Regierung die hohen Preise an den Tankstellen abfedern. Die Österreicher fühlen sich trotzdem finanziell belastet, zeigt eine aktuelle „Heute“-Umfrage.
„Wie sehr belasten die aktuellen Spritpreise Ihr Haushaltsbudget?“ Das hat Unique Research für „Heute“ 500 Österreicher gefragt (max. Schwankungsbreite: ±4,4 %). Das sind die Ergebnisse:
Nur 27 % spüren teure Preise nicht
Gleich 63 % der Befragten gaben an, dass sie durch die massiven Preissteigerungen „sehr“ oder „eher belastet“ seien. Nur 27 % tangiert der teure Sprit nicht.
FPÖ-Wähler leiden besonders
Laut der Umfrage fühlen sich die Wähler der Freiheitlichen mit 79 % am stärksten belastet. Nur auf 16 % trifft das nicht zu.
Grüne und Schwarze nehmen Preise gelassen
Anhänger von Grünen (46 %) und ÖVP (49 %) treffen die hohen Preise nach eigenen Angaben weniger stark.
SPÖ- und Neos-Anhänger stärker betroffen
62 % der SPÖ- und 55 % der Neos-Fans empfinden ihren Haushalt wegen der Spritpreise als belastet.
Generation 60+ spürt Teuerung an Tankstellen kaum
Am stärksten belastet sind die 30-bis 59-Jährigen (69 %). Bei jüngeren Befragten sind es 65 %, bei älteren nur 55 %.

Auftraggeber: HEUTE
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen
Stichprobengröße: 500 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%
Feldarbeit: 13. bis 16. April 2026



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