HEUTE-Umfrage: Meinung zu zusätzlicher Ukraine Hilfe
- elinadunkl
- vor 2 Stunden
- 4 Min. Lesezeit

Online-Artikel Heute
Laut "Heute" -Umfrage sind 58 % der Österreicher gegen mehr Hilfsgelder. Brisant: Nur 44% der Neos-Wähler befürworten Ukraine-Kurs der Außenministerin.
Das Neos-geführte Außenministerium hat die humanitäre Hilfe für die kriegsgebeutelte Ukraine aus dem Auslandskatastrophenfonds um drei Millionen Euro erhöht.
Die aktuelle "Heute" -Umfrage zeigt: Nicht einmal jeder zweite Pink-Wähler befürwortet das.
Für "Heute" hat Unique Research erhoben, was die Österreicher von zusätzlicher Ukraine-Hilfe halten. Das Ergebnis zeigt eine klare Mehrheit von insgesamt 58 Prozent dagegen; die Mittel sollten besser im Inland verwendet werden. Nur 30 Prozent sind dafür, dass zusätzliches Geld aus Österreich in die Ukraine fließt.
Grüne und SPÖ dafür
Interessant sind die Resultate nach Parteien. Tatsächlich befürworten nur die Wähler von Grünen und SPÖ mehrheitlich weitere Hilfszahlungen. Grün-Anhänger sind die einzigen mit einer großen Mehrheit (67 Prozent) dafür. 19 Prozent sind dagegen, das ist der niedrigste Wert überhaupt.
Bei SPÖ-Wählern hält jeder zweite (51 Prozent) den Einsatz zusätzlicher Mittel für sinnvoll.
Mit 39 Prozent sind hier aber auch die Gegner vergleichsweise stark.
Außenministerin: Keine Mehrheit bei Neos-Wählern
Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger , die einen starken Ukraine-Unterstützungskurs fährt und das Land auch bereits mehrmals besucht hat, eckt mit dieser Linie offenbar auch bei eigenen Wählern an: Nur 44 Prozent der Neos-Anhänger finden das gut.
Auch bei der Kanzler-Partei ÖVP sind nur 42 Prozent für zusätzliche Ukraine-Hilfe. Die Gegner stellen im schwarzen Lager mit 47 Prozent den größeren Anteil.
FPÖ: 86 Prozent dagegen
Die FPÖ kritisiert die Aufstockung der Ukraine-Hilfe stark und fordert den Stopp aller Zahlungen an Kiew. Das spiegelt sich in der "Heute" -Umfrage – 86 Prozent der Anhänger der Freiheitlichen sind gegen zusätzliche öffentliche Mittel aus Österreich für humanitäre Hilfe in der Ukraine.
"In den bisherigen Befragungen sprachen sich die Österreicherinnen und Österreicher immer für eine Unterstützung der Ukraine aus, Russland wurde die Schuld am Krieg gegeben. Sensibel reagiert man aktuell auf finanzielle Unterstützungen", kommentiert Meinungsforscher Peter Hajek die Ergebnisse seiner Umfrage.
"Die Stimmung ist stark durch die FPÖ-Wählerschaft geprägt, die in großer Einheit die zusätzlichen drei Millionen aus dem Auslandskatastrophenfond ablehnen, während Mitte-links Parteien diese eher unterstützen", so Hajek weiter.
Ablehnung bei Frauen stärker
Wie schauen die Positionen nach Geschlechtern aus? Frauen lehnen mit 64 Prozent weiteres Geld für die Ukraine noch stärker ab als Männer (53 Prozent).
Nach Alter zeigt sich die größte Ablehnung bei den 30- bis 59-Jährigen: Von 63 Prozent kommt ein Nein auf die Frage nach zusätzlichen Millionen für die Ukraine.
Von den befragten 16- bis 29-Jährigen sind 35 Prozent dafür, aber mit 46 Prozent sind die Gegner in der Überzahl.
Große Unterschiede zeigen sich nach Bildungsniveau. Von den Befragten mit Matura sind 45 Prozent für weitere Ukraine-Hilfe, bei jenen ohne Matura sind es 23 Prozent. Letztere lehnen zusätzliche Mittel mit einer großen Mehrheit von 66 Prozent ab.
Print-Artikel Heute
Ukraine-Hilfe: Klares Ja nur von Wählern zweier Parteien
Frage der Woche
Das Neos-geführte Außenministerium hat die Ukraine-Hilfe um drei Millionen Euro erhöht.
Die aktuelle „Heute“-Umfrage zeigt: Nicht einmal jeder zweite Pink-Wähler befürwortet das.
Für „Heute“ hat Unique Research erhoben (800 Online-Befragte, max. Schwankungsbreite +/-3,5 %, 26.–29.1.), was die Österreicher von zusätzlicher Ukraine-Hilfe halten:
58 % dagegen
Nur 30 % sind dafür, während 58 % nicht wollen, dass mehr Geld in die Ukraine fließt.
Grün-Wähler sind die einzigen mit großer Mehrheit (67 %) dafür.
Auch jeder zweite SPÖ-Anhänger (51 %) befürwortet weitere Hilfszahlungen.
Neos-Außenministerin Meinl-Reisinger, die einen starken Ukraine-Unterstützungskurs fährt, eckt mit dieser Linie offenbar auch bei eigenen Wählern an: Nur 44 % finden das gut.
Auch bei ÖVP-Anhängern sind nur 42 % für zusätzliche Ukraine-Hilfe.
FPÖ-Anhänger sprechen sich mit 86 % eindeutig gegen weitere Zahlungen an Kiew aus.
Frauen lehnen mit 64 % weiteres Geld für die Ukraine noch stärker ab als Männer (53 %)
Online-Artikel
Die Aufstockung der Ukraine-Hilfe durch das Neos-geführte Außenministerium um drei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds stößt bei der österreichischen Bevölkerung überwiegend auf Ablehnung. Wie eine aktuelle Umfrage von Unique Research für die Tageszeitung „Heute“ belegt, sprechen sich 58 Prozent der Befragten gegen zusätzliche finanzielle Unterstützung für die vom Krieg betroffene Ukraine aus. Lediglich 30 Prozent befürworten die Maßnahme.
Bemerkenswert ist, dass selbst unter den Anhängern der Neos, deren Parteichefin Beate Meinl-Reisinger als Außenministerin einen dezidiert pro-ukrainischen Kurs verfolgt und das Land bereits mehrfach besucht hat, keine mehrheitliche Zustimmung für diese Politik existiert. Nur 44 Prozent der Neos-Wähler unterstützen die zusätzlichen Hilfszahlungen.
Parteipolitische Unterschiede
Die Erhebung offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Parteilagern. Einzig bei den Grünen findet sich mit 67 Prozent eine klare Mehrheit für weitere Ukraine-Hilfen, während lediglich 19 Prozent dagegen votieren – der niedrigste Ablehnungswert unter allen Parteien. Bei der SPÖ zeigt sich ein knapperes Bild: 51 Prozent der sozialdemokratischen Wähler befürworten zusätzliche Unterstützung, während 39 Prozent diese ablehnen.
Im Lager der Kanzlerpartei ÖVP überwiegen hingegen die kritischen Stimmen. Mit 47 Prozent lehnt fast die Hälfte der ÖVP-Anhänger weitere Hilfszahlungen ab, während 42 Prozent dafür sind. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei FPÖ-Wählern – 86 Prozent sprechen sich gegen zusätzliche Mittel für die Ukraine aus, was die grundsätzliche Kritik der Freiheitlichen an jeglicher Unterstützung für Kiew widerspiegelt.
Demografische Faktoren
Die Umfrage zeigt auch geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen stehen mit 64 Prozent Ablehnung den zusätzlichen Hilfszahlungen noch kritischer gegenüber als Männer (53 Prozent). In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen ist die Skepsis mit 63 Prozent besonders ausgeprägt. Bei den 16- bis 29-Jährigen befürworten zwar 35 Prozent die Maßnahme, doch auch hier überwiegen mit 46 Prozent die Gegner.
Signifikante Differenzen offenbart die Analyse nach Bildungsabschlüssen. Während unter den Befragten mit Matura immerhin 45 Prozent weitere Ukraine-Hilfen unterstützen, sind es bei jenen ohne Matura nur 23 Prozent. In letzterer Gruppe lehnen zwei Drittel (66 Prozent) zusätzliche finanzielle Mittel für die Ukraine ab.
Meinungsforscher Peter Hajek ordnet die Ergebnisse in einen breiteren Kontext ein: „In den bisherigen Befragungen sprachen sich die Österreicherinnen und Österreicher immer für eine Unterstützung der Ukraine aus, Russland wurde die Schuld am Krieg gegeben. Sensibel reagiert man aktuell auf finanzielle Unterstützungen.“
Der Experte verweist zudem auf die politische Dimension: „Die Stimmung ist stark durch die FPÖ-Wählerschaft geprägt, die in großer Einheit die zusätzlichen drei Millionen aus dem Auslandskatastrophenfond ablehnen, während Mitte-links Parteien diese eher unterstützen.“

Erwähnungen in weiteren Medien
Online
Auftraggeber: HEUTE
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen
Stichprobengröße: 800 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 3,5%
Feldarbeit: 26. bis 29. Jänner 2025
