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HEUTE-Umfrage: Volksbefragung zur Wehrpflicht

  • 10. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Feb.

HEUTE-Umfrage: Volksbefragung zur Wehrpflicht
HEUTE-Umfrage: Volksbefragung zur Wehrpflicht

Online-Artikel Heute



Neue "Heute" -Umfrage zeigt: Bevölkerung ist gespalten beim Kanzler-Plan einer Befragung zu längerem Wehrdienst. Größte Befürworter sind Grün-Wähler.


Mit seinem Vorstoß für eine Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) für kontroverse Diskussionen gesorgt – sowohl bei Militärexperten , die eine erhebliche Verzögerung der Reform befürchten, als auch in der Bevölkerung.


Soll die Regierung laut Empfehlung der Expertenkommission über die Wehrdienstverlängerung entscheiden und die Reform umsetzen – oder dazu das Volk befragen, wie vom Kanzler vorgeschlagen? Wie die Österreicher darüber denken, hat Unique Research für "Heute" erfragt.


So viel vorweg: "Selten war die Bevölkerung in einer politischen Frage so uneinig wie bei der Volksbefragung zur Wehrpflicht ", resümiert Meinungsforscher Peter Hajek die Ergebnisse seiner Erhebung. "Selbst die FPÖ-Wählerschaft, die sonst meist einer klaren Linie folgt, zeigt sich gespalten", so Hajek weiter.


Die Details:


Knappe Mehrheit dafür

Die Bevölkerung ist gespalten, aber es gibt insgesamt eine knappe Mehrheit von 48 Prozent zugunsten der Volksbefragung . 43 Prozent sind dagegen.


Gegenwind

Bei den Koalitionsparteien gibt es mit 56 Prozent den größten Gegenwind von SPÖ-Anhängern. Bei Wählern von ÖVP und Neos sind je 50 Prozent für die Befragung; 47 bzw. 46 Prozent halten sie nicht für notwendig.


Grüne Befürworter

Größte Befürworter der Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung sind mit 58 Prozent Grün-Wähler. Dagegen sind in dieser Gruppe nur 29 Prozent. Mit 13 Prozent haben sie aber auch den größten Anteil an Unentschlossenen.


FPÖ gespalten

Komplett gespalten ist die Meinung unter den Anhängern der Freiheitlichen: Laut Umfrage sind 46 Prozent dafür, 46 Prozent dagegen.


Frauen wollen abstimmen

Frauen sind mit 53 Prozent größere Fürsprecherinnen einer Volksbefragung als Männer (42 Prozent). Jeder zweite der befragten Männer will jedenfalls keine Abstimmung.


Bei Personen mit Matura schlägt das Pendel mit 51 Prozent etwas mehr Richtung Volksbefragung aus als bei jenen ohne Matura – von letzteren sind 46 Prozent dafür.


Junge wollen mitreden

Nach Altersgruppen werde das Bild differenzierter, sagt Meinungsforscher Hajek: „Während die unter 30-Jährigen klar für eine Volksbefragung eintreten (65 Prozent), spricht sich die Generation 60+ mit 55 Prozent deutlich für die direkte Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission des Bundesheeres aus."

Print-Artikel Heute


Grün-Wähler größte Fans der Wehrdienst-Volksbefragung


Mit seinem Vorstoß für eine Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung hat Kanzler Stocker für kontroverse Diskussionen gesorgt. Die aktuelle „Heute“-Umfrage ergibt eine knappe Mehrheit dafür.


Soll die Regierung laut Empfehlung der Expertenkommission über die Wehrdienstverlängerung entscheiden – oder dazu das Volk befragen, wie von Kanzler Stocker vorgeschlagen? Wie die Österreicher darüber denken, Grafik: „Heute“ hat Unique Research für „Heute“ erhoben (500 Online-Befragte, max. Schwankungsbreite +/-4,4 %, 2.–5.2.).


Die Ergebnisse:


Knapp

Die Bevölkerung ist gespalten, aber es gibt eine knappe Mehrheit von 48 % für die Volksbefragung. 43 % sind dagegen.


Bei den Koalitionsparteien gibt es mit 56 % den größten Gegenwind von SPÖ-Anhängern. Bei Wählern von ÖVP und Neos sind je 50 % für die Befragung; 47 bzw. 46 % lehnen sie ab.


Größte Befürworter der Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung sind mit 58 % die Grün-Wähler. Dagegen sind in dieser Gruppe nur 29 %.


Komplett gespalten ist die Meinung unter den Anhängern der FPÖ: 46 % dafür, 46 % dagegen.


Frauen sind mit 53 % größere Fürsprecherinnen einer Volksbefragung als Männer (42 %).


Nach Altersgruppen werde das Bild differenzierter, sagt Meinungsforscher Peter Hajek: „Während die unter 30-Jährigen klar für eine Volksbefragung eintreten (65 %), spricht sich die Generation 60+ deutlich dagegen aus (55 %)“

Online-Artikel



Der Vorstoß von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), die Bevölkerung über eine Verlängerung des Wehrdienstes abstimmen zu lassen, sorgt weiter für Diskussionen. Eine neue Umfrage zeigt nun: Die Mehrheit ist knapp – und viele Wählergruppen sind überraschend uneinig.


Mit seinem Plan einer Volksbefragung zur möglichen Verlängerung des Wehrdienstes hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) eine neue politische Debatte ausgelöst. Während Militärexperten warnen, dass eine Abstimmung die dringend benötigte Reform des Bundesheeres verzögern könnte, zeigt sich nun auch in der Bevölkerung ein äußerst gespaltenes Bild.


Eine aktuelle Umfrage von Unique Research im Auftrag von Heute zeigt: 48 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Volksbefragung aus, 43 Prozent sind dagegen. Damit gibt es zwar eine knappe Mehrheit für den Kanzler-Vorstoß, doch die Unterschiede zwischen den Wählergruppen sind deutlich.


Besonders stark ist der Widerstand bei SPÖ-Anhängern: 56 Prozent lehnen eine Befragung ab. Bei Wählern von ÖVP und NEOS hält sich das Meinungsbild die Waage – jeweils 50 Prozent sind für eine Abstimmung, knapp dahinter folgt der Anteil der Gegner.


Die größten Befürworter finden sich laut Umfrage unter Grün-Wählern: 58 Prozent unterstützen eine Volksbefragung, nur 29 Prozent sind dagegen. Gleichzeitig gibt es in dieser Gruppe mit 13 Prozent den höchsten Anteil Unentschlossener.


Auch bei der FPÖ ist die Meinung gespalten: 46 Prozent dafür, 46 Prozent dagegen.


Unterschiede bei Geschlecht und Alter

Auffällig sind zudem Unterschiede nach Geschlecht und Alter. Frauen wünschen sich häufiger eine Abstimmung (53 Prozent) als Männer (42 Prozent). Besonders deutlich ist die Zustimmung bei den unter 30-Jährigen: 65 Prozent wollen mitentscheiden. Menschen über 60 hingegen bevorzugen mit 55 Prozent eine direkte Umsetzung der Expertenempfehlungen.

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Bundeskanzler Stocker wollte das Volk über die Wehrpflicht entscheiden lassen. Die NEOS sagen klar Nein – und stellen klar, wer in dieser Koalition das letzte Wort hat.


Shettys klare Ansage im ORF

Es hätte ein ruhiger Dienstagabend werden können. Wurde er nicht. NEOS-Klubchef Yannick Shetty erschien in der ORF-Sendung „Report“ und stellte unmissverständlich klar: Eine Volksbefragung zur Wehrpflicht kommt mit den NEOS nicht. „Die Frage der Volksbefragung stellt sich für uns in der Koalition nicht“, sagte er – und legte nach: Es gebe dazu derzeit auch keine Koalitionsgespräche.


Die Botschaft war unmissverständlich. Verhandlungen? Keine. Spielraum? Keiner.


Stockers Alleingang – und wie Shetty damit umgeht

Der Ausgangspunkt des Streits liegt knapp einen Monat zurück. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hatte beim politischen Neujahrsauftakt seiner Partei Ende Jänner überraschend eine Volksbefragung zur Verlängerung des Grundwehrdienstes angekündigt – und das, wie der NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos damals auf X festhielt, ohne die Koalitionspartner vorab zu informieren.


Shetty nennt das im ORF-Report nun einen „Alleingang“ – zeigt sich dabei aber demonstrativ gelassen: „Ein Alleingang ist kein Weltuntergang.“ Eine Spitze, verpackt in Entspanntheit.


Kommission empfiehlt, Politik soll entscheiden

Im Hintergrund läuft derweil der eigentliche Prozess. Die Wehrdienstkommission, deren Bericht am 20. Jänner vorgestellt wurde, empfiehlt eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate plus verpflichtende Milizübungen – das sogenannte „8+2-Modell“. Kommissionsvorsitzender Erwin Hameseder hatte sich dabei selbst gegen eine Volksbefragung ausgesprochen und gewarnt, sie könnte wertvolle Zeit kosten.


Shetty schlägt in dieselbe Kerbe: Man verhandle über die von der Kommission vorgeschlagenen Modelle, und es sei schlicht „Aufgabe der Politik, gerade schwierige Entscheidungen zu treffen“. Direktdemokratie sei grundsätzlich ein sinnvolles Instrument – „aber in dieser konkreten Frage halten wir eine Volksbefragung für nicht zweckdienlich.“


Generalleutnant Rudolf Striedinger hatte zudem klargemacht, dass eine politische Grundsatzentscheidung bis Ende März 2026 notwendig sei, um die Reform zum 1. Jänner 2027 umzusetzen. Die Zeit drängt.


Bevölkerung gespalten, NEOS-Basis nicht

Interessant dabei: Laut einer Umfrage von Unique Research für „Heute“ – durchgeführt Anfang Februar 2026 – sprechen sich 48 Prozent der Österreicher für eine Volksbefragung aus, 43 Prozent dagegen. Unter NEOS-Wählern hält sich das Meinungsbild exakt die Waage: 50 zu 46 Prozent. Die Parteispitze entscheidet damit gegen einen relevanten Teil der eigenen Wählerschaft.


Nebenschauplatz Lehrplan: Auch Wiederkehr in der Kritik

Shetty nutzte den Auftritt auch, um einen anderen Koalitionsstreit zu kommentieren. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) steht wegen seines Vorschlags unter Beschuss, Lateinstunden zu kürzen, um Platz für ein neues Fach zur Demokratiebildung zu schaffen. Einen „Alleingang“ – wie ihm manche vorwerfen – will Shetty darin nicht erkennen: Das neue Fach sei im Regierungsprogramm vereinbart gewesen, also habe man einen Vorschlag vorgelegt. Kritikern hält er trocken entgegen, sie mögen doch Alternativen benennen, wo sonst gekürzt werden soll.

Erwähnungen in weiteren Medien

Online

Auftraggeber: HEUTE

Methode: Online-Befragung

Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen

Stichprobengröße: 500 Befragte

Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%

Feldarbeit: 02. bis 05. Februar 2026

 
 
 

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