HEUTE-Umfrage: Wer trägt dazu bei, dass Reformen nur langsam vorankommen?
- 26. Mai
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Online-Artikel Heute
Durchwachsenes Zeugnis für die Dreier-Koalition: Zwei Parteien werden als die größten Reformbremser gesehen – aber es gibt auch Lichtblicke.
Die Dreier-Koalition hat – gemeinsam mit den Bundesländern – große Reformen versprochen, bis jetzt aber noch keinen großen Wurf vorgelegt. "Heute" wollte daher wissen: "Welche Regierungspartei trägt am meisten dazu bei, dass Reformen nur langsam oder gar nicht vorankommen?" Soviel vorweg: Die Erwartungshaltung der Österreicher ist nicht sehr hoch, das lässt sich aus der Umfrage von "Unique Research" (500 Befragte, ± 4,4%, Mehrfachnennungen möglich) herauslesen:
Welche Partei das Bremser-Ranking anführt
Als größte Blockierer-Partei innerhalb der Regierung wird von der Bevölkerung die ÖVP (nennen 40 Prozent aller Befragten) wahrgenommen, gefolgt von der SPÖ (36) und den Neos (25). Betrachtet man die Ergebnisse unterteilt in Wählergruppen, ergibt sich ein anderes Bild …
FPÖ-Wähler nicht nur kritisch
Für die Fans der Freiheitlichen ist die SPÖ der größte Reformbremser (51), gefolgt von ÖVP (48) und Neos (43). Aber: Immerhin 25 Prozent der FPÖ-Wähler attestieren der Regierung, Reformen voranbringen zu wollen – ein überraschend hoher Wert.
Blockierer? Das sind die anderen
Bei den ÖVP-Wählern gelten die Sozialdemokraten als stärkste Verhinderer (nennen 49 Prozent), während die eigene Partei nur von 22 Prozent als Bremser wahrgenommen wird. Bei den SPÖ-Wählern ist es naturgemäß genau umgekehrt.
Interessant: Neos-Fans sehen die SPÖ als größten Blockierer (41 Prozent), gefolgt von der ÖVP (36 Prozent) – aber immerhin 23 Prozent der Neos-Fans sehen auch die eigene Partei nicht von Reformeifer getrieben …
Meinungsforscher hatte nicht mit diesem Ergebnis gerechnet
Wie analysiert Meinungsforscher Peter Hajek von "Unique Research" das Ergebnis? "Immerhin jede fünfte befragte Person attestiert der Bundesregierung keine interne Blockadehaltung. Rund 20 Prozent machten hierzu keine Angabe. Dies stellt ein demoskopisch bemerkenswertes, nicht alltägliches Ergebnis dar."
Image der Traditionsparteien färbt auf Neos ab
Hajek weiter: "Konkret bedeutet dies, dass ,nur' etwa sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern der Bundesregierung mangelnde Reformbereitschaft zuschreiben. Ein derartiges Resultat war im Vorfeld der Umfrage nicht zu erwarten. Als größte Blockierer werden die beiden Traditionsparteien wahrgenommen; zugleich wird dieses Image auch dem Juniorpartner in der Regierung zugeschrieben."
Print-Artikel Heute
Immerhin jeder Fünfte traut der Regierung Reformen zu
Durchwachsenes Zeugnis für die Dreier-Koalition: Zwar machen die Österreicher laut „Heute“-Umfrage ÖVP und SPÖ als größte Reformbremser in der Regierung aus – aber es gibt auch Lichtblicke.
„Welche Regierungspartei trägt am meisten dazu bei, dass Reformen nur langsam oder gar nicht vorankommen?“, ließ „Heute“ von Unique Research (500 Befragte, ± 4,4%) abfragen:
Großparteien als Bremser
Als größter Blockierer wird von der Bevölkerung die ÖVP (nennen 40 % aller Befragten) wahrgenommen, gefolgt von der SPÖ (36 %) und den Neos (25 %).
FPÖ-Wähler kritischer
Die Fans der FPÖ nennen die SPÖ als größten Reformbremser (51 %), gefolgt von ÖVP (48 %) und Neos (43 %).
19 Prozent positiv
Bemerkenswert laut Meinungsforscher Hajek: Jede fünfte befragte Person attestiere keine Blockadehaltung, 20 % machten keine Angabe. „Das bedeutet, dass ,nur‘ etwa sechs von zehn Österreichern der Regierung mangelnde Reformbereitschaft zuschreiben.“
Online-Artikel
Versprochen war viel. Geliefert wurde wenig. Die SPÖ-ÖVP-NEOS-Koalition regiert nun seit einigen Monaten – und laut einer aktuellen Umfrage hat die Bevölkerung bereits ein klares Bild davon, wo die Blockade sitzt.
ÖVP vorn, SPÖ dicht dahinter
Wie heute.at berichtete, hat das Meinungsforschungsinstitut Unique Research im Auftrag von „Heute“ 500 Österreicher befragt, welche Regierungspartei am meisten dazu beiträgt, dass Reformen nur langsam oder gar nicht vorankommen – Mehrfachnennungen waren möglich, Schwankungsbreite ±4,4 Prozent. Das Ergebnis ist eindeutig: 40 Prozent der Befragten nennen die ÖVP als größten Reformbremser innerhalb der Koalition, gefolgt von der SPÖ mit 36 Prozent und den NEOS mit 25 Prozent.
Je nach Wählergruppe ein anderes Bild
Hinter diesen Gesamtzahlen stecken erwartbare, aber auch überraschende Verschiebungen. Wie heute.at berichtete, sehen FPÖ-Wähler vor allem die SPÖ als stärksten Verhinderer (51 Prozent), gefolgt von ÖVP (48) und NEOS (43). Bemerkenswert: Immerhin 25 Prozent der FPÖ-Wähler attestieren der Regierung, Reformen voranbringen zu wollen – ein für Oppositionssympathisanten ungewöhnlich hoher Wert.
Bei ÖVP-Wählern landet die SPÖ ebenfalls auf Platz eins der Blockierer-Liste (49 Prozent), die eigene Partei hingegen nur bei 22 Prozent. Bei SPÖ-Wählern dreht sich das Bild naturgemäß um. Interessant: Auch 23 Prozent der NEOS-Fans sehen die eigene Partei nicht gerade als Motor des Fortschritts.
Meinungsforscher überrascht vom Ergebnis
Für Unique-Research-Chef Peter Hajek liefert die Umfrage ein demoskopisch bemerkenswertes Ergebnis. Wie heute.at berichtete, zeigt sich Hajek davon überrascht, dass immerhin rund 20 Prozent der Befragten der Regierung keine interne Blockadehaltung zuschreiben – und weitere rund 20 Prozent keine Angabe machen. „Konkret bedeutet dies, dass ,nur‘ etwa sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern der Bundesregierung mangelnde Reformbereitschaft zuschreiben. Ein derartiges Resultat war im Vorfeld der Umfrage nicht zu erwarten“, so Hajek. Sein Fazit: Das negative Image der Traditionsparteien ÖVP und SPÖ färbe dabei auch auf den Juniorpartner NEOS ab.
Kontext: Koalition unter Druck
Die Dreier-Koalition aus SPÖ, ÖVP und NEOS unter Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger steht seit Monaten unter erheblichem Druck: Budgetkrise, Spritpreisstreit und ein stockendes Sparpaket sorgen für anhaltende Debatten. Wie das Unique-Research-Politbarometer für Mai 2026 zeigt, liegt die FPÖ in den Sonntagsfragen weiterhin deutlich voran – die Regierungsparteien verloren in letzter Zeit teils weiter an Zuspruch.
Erwähnungen in weiteren Medien
Online

Auftraggeber: HEUTE
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen
Stichprobengröße: 500 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%
Feldarbeit: 18. bis 21. Mai 2026




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