HEUTE-Umfrage: Vertrauen in SPÖ-Parteichef Babler
- 24. Feb.
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag

Online-Artikel Heute
Andreas Babler stellt sich am 7. März der Wiederwahl als Parteichef. Dass er die SPÖ wieder auf Erfolgskurs bringt, bezweifelt aber die Mehrheit.
Beim SPÖ-Bundesparteitag am 7. März in der Messe Wien wird Parteichef Andreas Babler wohl ohne aussichtsreichen Gegenkandidaten ins Rennen um den Vorsitz und damit seine Wiederwahl gehen. Zuletzt hatte ja Ex-Parteichef und -Bundeskanzler Christian Kern abgesagt.
Ernüchterndes Ergebnis für Babler
Das Vertrauen der Österreicher in Babler ist allerdings – vorsichtig formuliert – ausbaufähig. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von "Unique Research" für "Heute" (500 online Befragte von 16. bis 19. Februar, maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent).
Wenig Glaube an SPÖ-Turnaround
Demnach trauen dem früheren Bürgermeister von Traiskirchen nur 26 Prozent zu, die gebeutelte SPÖ wieder auf Erfolgskurs zu bringen, nur sieben Prozent davon "absolut". 25 Prozent glauben "eher nicht", dass Babler das gelingt. 41 Prozent gehen sogar davon aus, dass er den Turnaround "sicher nicht" schafft.
Einzig SPÖ-Fans wirklich optimistisch
Nur die deklarierten SPÖ-Wähler sind von ihrem aktuellen Parteivorsitzenden überzeugt. 82 Prozent gehen davon aus, dass das Comeback mit Babler gelingt. 14 Prozent bezweifeln das mehr oder weniger stark.
Grün-Sympathisanten gnädig
Zumindest einigermaßen gnädig fällt das Urteil über Babler bei den Grün-Anhängern aus. Bei ihnen halten 49 Prozent die Rückkehr auf die Erfolgsspur für möglich, 41 Prozent sind diesbezüglich anderer Meinung.
ÖVP- und Neos-Anhänger mehrheitlich skeptisch
Ziemlich ähnlich sehen Wähler der ÖVP und der Neos Bablers Chancen. Bei ihnen zeigen sich 24 beziehungsweise 23 Prozent optimistisch. Eher oder sicher nicht an ein SPÖ-Comeback mit dem amtierenden Parteichef glauben 70 beziehungsweise 69 Prozent.
Urteil der FPÖ-Anhänger gnadenlos
Desaströs das Urteil der Fans der Freiheitlichen . "Absolut" rechnet überhaupt keiner von ihnen mit der Wiederauferstehung mit Babler, nur fünf Prozent sind eher optimistisch. 14 Prozent rechnen eher nicht mit einer roten Rückkehr auf die Erfolgsspur. Gleich 80 Prozent antworteten mit "sicher nicht".
Männer vertrauen weniger in Babler
Männer und Frauen sind in ihrem Urteil relativ einer Meinung. Einzige Auffälligkeit: Der Anteil jener, die Babler das Comeback "sicher nicht" zutrauen, liegt bei männlichen Befragten mit 46 Prozent markant höher als bei Frauen (36 Prozent).
Junge zuversichtlich, Ältere nicht
Betrachtet nach Altersgruppen, sind die jüngeren Befragten zwischen 16 und 29 Jahre am zuversichtlichsten, was Bablers Weg betrifft. Am skeptischsten sind Personen ab 60 Jahren.
Wie beurteilt "Unique Research"- Meinungsforscher und Polit-Experte Peter Hajek diese Ergebnisse? "Dass Andreas Babler in der Gesamtbevölkerung kein besonders hohes Vertrauen genießt, kommt wenig überraschend. In der eigenen Wählerschaft hingegen ist sein Rückhalt beachtlich: Acht von zehn SPÖ-Unterstützern glauben an einen Turnaround", sagt er im Gespräch mit "Heute".
Zusätzliche Dynamik durch Kern-Debatte
Und weiter: "Möglicherweise hat auch die Führungsdebatte rund um Christian Kern zusätzliche Dynamik im Mitte-links-Lager ausgelöst — selbst unter den Grünen traut ihm rund jeder und jede Zweite einen künftigen Erfolg der SPÖ zu."
Print-Artikel Heute
Nur 26 % glauben an SPÖ-Comeback
Die Österreicher haben nur wenig Vertrauen in Parteichef Babler
Am 7. März stellt sich Andreas Babler der Wiederwahl als SPÖ-Chef. Trauen ihm die Österreicher zu, die Partei wieder auf Erfolgskurs zu bringen? Das fragte Unique Research für „Heute“ 500 Österreicher (max. Schwankungsbreite ±4,4 %).
Ernüchterndes Ergebnis für Babler
Nur 26 % der Befragten glauben an ein SPÖ-Comeback mit Parteichef Babler. Gleich 66 % sind gegenteiliger Meinung. 41 % gehen „sicher nicht“ von einem solchen aus.
Einzig SPÖ-Fans optimistisch
82 % der SPÖ-Wähler haben Vertrauen in Babler, 14 % nicht.
Grüne gnädig, Blaue gnadenlos
Bei Grün-Anhängern können sich 49 % den SPÖ-Turnaround vorstellen. Bei FPÖ-Fans glauben dagegen 94 % nicht an einen solchen.
Männer vertrauen weniger
Nicht an Babler glauben 46 % (Frauen: 36 %).
Online-Artikel
Kurz vor dem SPÖ-Parteitag am 7. März liefern neue Umfragen ein verheerendes Bild für den Vizekanzler – und eine klare Botschaft an die Delegierten.
Die aktuellen Zahlen
Die neueste Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (1.000 Befragte, 23. bis 24. Februar 2026) zur fiktiven Kanzlerdirektwahl ist ein Weckruf mit Alarmsirene: FPÖ-Chef Herbert Kickl liegt mit 32 Prozent einsam an der Spitze – trotz eines minimalen Minus von einem Prozentpunkt. Weit dahinter folgt ÖVP-Kanzler Christian Stocker mit 13 Prozent (+1), der damit zumindest leicht zulegen kann.
Das eigentliche Drama spielt sich weiter unten ab. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler stagniert laut oe24 bei mageren 7 Prozent. Damit liegt er gleichauf mit Grünen-Chefin Leonore Gewessler – und wird von NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit 8 Prozent überholt. Ein Sozialdemokrat, der in der Kanzlerfrage hinter zwei Oppositionsführerinnen rangiert: Das ist ein politischer Novum.
Kickl dominiert – schon seit Monaten
Die Überlegenheit des FPÖ-Chefs in der Kanzlerfrage ist kein Ausreißer, sondern ein anhaltender Trend. Wie oe24 in mehreren Erhebungen der Lazarsfeld Gesellschaft dokumentiert, kletterte Kickl zuletzt sogar auf bis zu 46 Prozent – fast so viel wie alle anderen Parteichefs zusammen. In derselben Erhebung (9. bis 17. Februar 2026, 2.000 Befragte) hatte die FPÖ bundesweit 37 Prozent Parteiunterstützung, während ÖVP und SPÖ zusammen auf unter 40 Prozent kamen. Die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS käme laut dieser Umfrage nur noch auf 87 Mandate im Nationalrat – fünf zu wenig für eine stabile Mehrheit.
Babler vor dem Parteitag: unter Druck, ohne echte Konkurrenz
Am 7. März findet in der Messe Wien der 47. ordentliche SPÖ-Bundesparteitag statt. Andreas Babler stellt sich dort der Wiederwahl als Parteivorsitzender. Einen ernsthafte Gegenkandidatur gibt es nicht: Ex-Kanzler Christian Kern sagte laut ORF Mitte Februar ab, nachdem er wochenlang die Spannung hochgehalten hatte. Zwei unbekannte Parteimitglieder haben sich zwar ebenfalls beworben, gelten aber als chancenlos.
Babler geht also ohne Kampfabstimmung in den Parteitag – aber mit denkbar schlechten Vorzeichen. Wie das Politmagazin trend berichtet, arbeiten Funktionäre aus der Steiermark, dem Burgenland, Kärnten und Niederösterreich seit Wochen daran, das Ergebnis so niedrig wie möglich zu halten. Die interne Messlatte: 75 Prozent – das historisch schlechteste Ergebnis eines SPÖ-Chefs, das Pamela Rendi-Wagner 2021 eingefahren hat. Babler hatte selbst beim Parteitag 2023 noch 89 Prozent geholt.
Zusätzliche Ernüchterung liefert eine Umfrage von Unique Research für Heute (500 Befragte, 16. bis 19. Februar 2026): Nur 26 Prozent der Österreicher trauen Babler zu, die SPÖ wieder auf Erfolgskurs zu bringen – und lediglich 7 Prozent davon „absolut“. 66 Prozent sind gegenteiliger Meinung.
Was auf dem Spiel steht
Die SPÖ ist mit aktuell rund 16 bis 17 Prozent Parteiunterstützung auf einem historischen Tief. Wie oe24 berichtet, stürzte die Partei in der jüngsten Lazarsfeld-Erhebung auf 16 Prozent ab. Das Motto des Parteitags lautet „Zurück zur Gerechtigkeit“ – doch ob Babler mit diesen Zahlen im Gepäck die nötige Autorität für die kommenden Jahre sichern kann, steht auf einem anderen Blatt.
Online-Artikel
Andreas Babler feierte am Mittwoch seinen 53. Geburtstag. Das Geschenk, das ihm die aktuellen Umfragen mitbringen, dürfte er sich anders vorgestellt haben.
Tiefer geht’s kaum
Die SPÖ ist in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage (2.000 Befragte, 16. bis 24. Februar 2026, maximale Schwankungsbreite 2,2 Prozent) auf 16 Prozent abgestürzt – der schlechteste Wert, den die Partei je in einer Umfrage verzeichnet hat. Das sind mehr als fünf Prozentpunkte weniger als beim Nationalratswahlergebnis 2024. Noch im Herbst 2025 lag die SPÖ bei 18 Prozent und galt das schon als desaströs. Jetzt ist man noch tiefer gefallen.
Besonders bitter: In der Kanzlerfrage kommt Babler laut oe24 nur noch auf 7 Prozent – und liegt damit hinter NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Grünen-Chefin Leonore Gewessler, die beide 8 Prozent erreichen.
Das Kern-Strohfeuer ist erloschen
Kurz hatte es so ausgesehen, als könnte die Rückkehrdebatte um Ex-Bundeskanzler Christian Kern der SPÖ zumindest etwas Rückenwind verschaffen. Doch wie oe24 und trend.at berichten, war dieser Effekt unmittelbar an die Personaldebatte geknüpft. Kaum hatte Kern seinen Rückzug erklärt – er wird beim Parteitag am 7. März nicht gegen Babler antreten –, sackten die Umfragewerte wieder auf das historische Tief zurück. Laut trend.at hatten Funktionäre aus der Steiermark, dem Burgenland, Kärnten und Niederösterreich bereits ernsthaft an einem Ende der Ära Babler gearbeitet. Kern wollte jedoch ohne die Rückendeckung von Wiens SPÖ-Chef Michael Ludwig nicht ins Rennen gehen – und Ludwig verweigerte diese Unterstützung am Ende.
Meinungsforscher Peter Hajek bringt es gegenüber die-nachrichten.at auf den Punkt: Ein Austausch von Führungspersönlichkeiten allein löse die strukturellen Probleme der SPÖ nicht. Inhaltliche Veränderungen seien dringend notwendig.
Migrations-Schwenk kurz vor dem Parteitag
Wenige Tage vor dem Parteitag präsentiert Babler plötzlich eine verschärfte Migrationslinie. Laut APA-OTS fordert er nun Rückführungen, Deutschförderung ab dem ersten Tag und elektronische Fußfesseln für Gefährder. Das Motto des Parteitags: „Ordnen statt Spalten“. Wie exxtra24.at kritisch anmerkt, findet sich in Bablers Aussendungen der vergangenen zwölf Monate kein einziger inhaltlicher Treffer zu „Migration“ – und das Timing des Schwenks mitten in der Umfragekrise lasse Fragen offen, ob es sich um Überzeugung oder Wahlkampftaktik handelt.
Parteitag am 7. März: Alleingang ohne Gegner
Laut der offiziellen SPÖ-Parteitagsseite findet der Bundesparteitag am 7. März 2026 ab 9 Uhr in der Messe Wien statt. Babler stellt sich dort als einziger Kandidat der Wiederwahl. Intern gilt laut trend.at ein Ergebnis unter 75 Prozent – jenem historisch schlechten Wert, den Pamela Rendi-Wagner 2021 unter Dauerbeschuss einfuhr – bereits als Warnsignal.
Eine Umfrage von Unique Research für heute.at (500 Befragte, 16. bis 19. Februar 2026) zeigt, wie skeptisch die Bevölkerung Bablers Zukunft betrachtet: Nur 26 Prozent glauben, dass er die SPÖ wieder auf Erfolgskurs bringen kann. 66 Prozent sind gegenteiliger Meinung, 41 Prozent davon sogar mit der Antwort „sicher nicht“.
Der Rest des Feldes
Während die SPÖ strauchelt, bleibt die FPÖ mit 36 Prozent klarer Spitzenreiter – weit über dem Wahlergebnis von 29 Prozent im September 2024. Die ÖVP von Bundeskanzler Christian Stocker kommt auf 22 Prozent, die Grünen auf 10 und die NEOS auf 9 Prozent. Eine rechnerische Ampel-Mehrheit wäre laut oe24 derzeit mit 92 Mandaten hauchdünn möglich – aber eben nur, wenn die KPÖ mit 3 Prozent den Einzug in den Nationalrat verfehlt.

Erwähnungen in weiteren Medien
Online
Auftraggeber: HEUTE
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte ÖsterreicherInnen
Stichprobengröße: 500 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%
Feldarbeit: 16. bis 19. Februar 2026




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